Mehr als Worte

Optimismus als Haltung – Vorwort von Aufsichtsrat und Geschäftsführung.

Das Jahr 2025 stellte die gesamte Welt, die Soziale Arbeit und damit auch Jugend am Werk vor große Herausforderungen. Politische Spannungen, prekäre wirtschaftliche Bedingungen und wachsende Brüche in der Gesellschaft verstärkten Verunsicherungen, polarisierten und erschütterten mitunter das Vertrauen in Institutionen.

 

Gerade in Zeiten wie diesen zeigt sich der unverzichtbare Wert Sozialer Arbeit als eine wichtige Stütze funktionierender Gesellschaften. Budgetkürzungen und steigende Anforderungen forderten unsere Mitarbeitenden, Partner- sowie Auftraggeber*innen besonders heraus. In der Rückschau auf das vergangene Geschäftsjahr ziehen wir umfassend Bilanz und machen die nachhaltige Wirkung unserer Arbeit sichtbar. Unser Erfolgsbericht 2025 steht deshalb bewusst unter dem leitenden Thema „Mit Optimismus“.

 

Wir verstehen Optimismus als professionelle Haltung. Als Mut, Verantwortung zu übernehmen, auch unter schwierigen Bedingungen. Als Entschlossenheit, die Qualität unserer Arbeit zu sichern und für die Rechte aller Menschen einzustehen. Als eines der größten Unternehmen der steirischen Sozialwirtschaft mit rund 1.500 Mitarbeitenden arbeiten wir Tag für Tag gemeinsam an einer inklusiven Zukunft und einer chancen- gerechten Gesellschaft.

Optimismus aus Erfahrung

In unserer täglichen Arbeit sehen wir, dass selbst unter schwierigen Bedingungen und herausfordernden Ausgangssituationen Entwicklung möglich ist. Unser Optimismus entsteht aus Erfahrung. Entsprechend unserer grundlegenden Ausrichtung begleiten wir Kinder, Jugendliche und Familien, Menschen mit Behinderung und Menschen auf der Suche nach Ausbildung und Arbeit. Die Vision einer inklusiven Gesellschaft ist in unseren Leitbildern und unserer Haltung festgeschrieben. Jugend am Werk steht klar und verlässlich für Teilhabe und Menschenwürde. Soziale Arbeit ist Teil der kritischen Infrastruktur. Wir bemühen uns sehr um Kooperation und Zusammenhalt unter sozialwirtschaftlichen Unternehmen. Denn: Gemeinsam können wir trotz schwieriger Rahmenbedingungen, wie etwa Kürzungen wichtiger Budgets oder Schließungen von Einrichtungen, etwas bewirken. Als maßgeblich an der Gründung beteiligtes Mitglied des „Bündnis Soziale Steiermark“ treten wir gemeinsam mit anderen Trägern aktiv für unsere Werte und Forderungen ein.

Optimismus aus Möglichkeiten

Optimismus bedeutet für uns, an Veränderung zu glauben und sie mit fachlicher Kompetenz, Engagement und Zuversicht aktiv mitzugestalten. Diversität und Inklusion sind Teil gesellschaftlicher Realität. Dies spiegelt sich in unseren Angeboten und Projekten wider. Während sich Bedürfnisse und Ansprüche von jungen Menschen mit Behinderung hinsichtlich ihrer Lebensgestaltung verändern, so rücken bei älter werdenden Menschen mit Behinderung Themen wie Gesundheit und Pflege immer mehr in den Vordergrund. Wie das im Wohnverbund Zeltweg gelebt wird, lesen Sie auf Seite 38. Künstliche Intelligenz und Neue Medien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Damit wir Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt professionelle Orientierung geben und ihre Lebensrealität besser nachvollziehen können, bietet Jugend am Werk Fortbildungen wie den Lehrgang Medienpädagogische Beratung an. Mehr dazu ab Seite 18. Besonders zuversichtlich stimmen uns Geschichten wie auf Seite 28: Patrick M. begann vor zehn Jahren mit einem Praktikum am Pferdehof Römerweg. Heute ist er nach wie vor fixer Bestandteil des Teams und erhält im Rahmen von inArbeit echtes Gehalt statt Taschengeld. Auf Seite 48 sprechen wir mit Yvonne Popper-Pieber vom AMS Steiermark darüber, wie ein fairer und gerechter Arbeitsmarkt aussehen könnte. Christian Grünhaus von der WU Wien schreibt in einem Fachartikel auf Seite 54 über den Social Return of Investment, den gesellschaftlichen Mehrwert von Projekten und Unternehmen.

Optimismus aus Wirksamkeit

Jugend am Werk erhielt erneut mehrfach Auszeichnungen als beste*r Arbeitgeber*in. Diese Auszeichnungen bestätigen unsere Anstrengungen, gute Rahmen- und Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter*innen zu schaffen.

 

Das Jahr 2025 hielt einige Herausforderungen bereit. Wir wissen, dass die kommenden Jahre nicht einfacher werden. Aber wir wissen auch: Jugend am Werk ist ein starkes, vielfältiges und lernendes Unternehmen. Daraus entsteht unsere Zuversicht und unser Beitrag zu einer Gesellschaft, in der Teilhabe für alle Menschen möglich ist und bleibt.

Walerich Berger, Geschäftsführer

“Unser werteorientiertes Handeln beeinflusst und bestimmt sozialpolitische Debatten. In der Steiermark und darüber hinaus.”

Jugend am Werk ist ein erfolgreiches und vielfach geschätztes Unternehmen der Sozialwirtschaft. Die breit gefächerten Leistungen und Angebote, die Vielfalt und die gelebte Diversität machen uns stark.

Auch in Zukunft halten wir an zentralen Dokumenten wie Vision, Leitbild, Führungs- und Diversityleitbild sowie den darin formulierten Werten und Haltungen fest. Für unsere Kund*innen, Auftraggeber*innen, Mitarbeiter*innen und die gesamte Gesellschaft.

Sandra Schimmler, Geschäftsführerin

"Soziale Arbeit leistet einen unverzichtbaren Beitrag zu einer solida­rischen und chancen-gerechten Gesellschaft."

Wir achten stets auf die persönlichen, familiären und sozialräumlichen Ressourcen der Menschen, die wir begleiten. Die Grundlage unserer professionellen Arbeit fußt auf breiter fachlicher Expertise und aktueller Wissenschaft. Daraus entstehen wirksame und bedarfsgerechte Angebote, die wir stetig weiterentwickeln.  Wir unterstützen Menschen dabei, ihre Ziele aus eigener Kraft und durch selbstbestimmtes Handeln zu erreichen – und dadurch Zuversicht und Optimismus zu entwickeln.

Walter Ferk, Vorsitzender des Aufsichtsrates

"Wir bieten unseren Mitarbeiter*innen bestmögliche Arbeitsbedingungen."

Mehrfache Auszeichnungen als beste*r Arbeitgeber*in und Mitarbeiter*innenbefragungen bestätigen, dass Jugend am Werk als verlässlicher, fairer und werteorientierter Arbeitgeber wahrgenommen wird.

 

Klare Strukturen, transparente Prozesse, faire Bezahlung ohne jeglichen Gendergap, flexible Arbeitszeitmodelle, Entwicklungsmöglichkeiten und Investitionen in Digitalisierung sind für uns Voraussetzungen für moderne Soziale Arbeit.