Langfristig handeln
Nachhaltigkeit zeigt sich bei Jugend am Werk im Umgang mit Ressourcen ebenso wie im Umgang mit Menschen – und dort, wo langfristige berufliche Perspektiven entstehen.
Um eine lebenswerte Zukunft auf einem lebenswerten Planeten zu erhalten und zu gestalten, müssen jetzt – und nicht erst morgen – Schritte und Maßnahmen gesetzt werden. Nachhaltigkeit ist daher für Jugend am Werk mehr als ein Schlagwort. Es ist eines der Grundprinzipien des unternehmerischen, ökologischen und sozial gerechten Handelns.
Vorausdenken
Als eines der größten sozialwirtschaftlichen Unternehmen der Steiermark formuliert Jugend am Werk den Anspruch, das nachhaltigste Unternehmen der steirischen Sozialwirtschaft zu werden. Dieser Anspruch spiegelt sich in zahlreichen Maßnahmen und Projekten ebenso wider wie in der bewussten Vorbereitung auf zukünftige gesetzliche Anforderungen: So nutzt Jugend am Werk bereits jetzt die Vorgaben zur Berichtspflicht nach der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) freiwillig, um Nachhaltigkeitsinformationen transparent zu machen. Für das Geschäftsjahr 2024 erstellte Jugend am Werk einen Nachhaltigkeitsbericht, der ökologische und soziale Aspekte sowie Einblicke in die Unternehmensführung umfasst.
Umsetzen
„In unseren Einrichtungen, Büros und im gesamten Fuhrpark achten wir darauf, Ressourcen zu schonen und effizient zu nutzen“, sagt Walerich Berger, Geschäftsführung von Jugend am Werk. „Ziel ist, bis 2040 unsere Treibhausgasemissionen um mindestens 30 Prozent zu verringern.“ Das soll durch umweltbewusste Maßnahmen erreicht werden, unter anderem durch Erstellung einer Klimabilanz, flächendeckendes Energiemonitoring, Reduzierung des Wasserverbrauchs, Förderung von Kreislaufwirtschaft, verantwortungsbewusste Mobilität oder die Zusammenarbeit und Vernetzung mit diversen Klimabündnissen. Konkrete Beispiele dazu wären mitunter Nutzung von Diensträdern, Eröffnung von re-use-shops, Installation wassersparender Perlatoren oder etwa Umstellung auf Ökostrom.
Dabeisein
Der Klimawandel und die Folgen sind längst keine abstrakte Zukunftsfrage mehr. Sie sind global, in ganz Österreich, der Steiermark und in Graz spür- und sichtbar. Zunehmende Hitzeperioden und sich verändernde Wetterlagen wirken sich unmittelbar auf die Umwelt wie auch auf die Gesellschaft und Wirtschaft aus. Mit dem Klimaschutzplan hat sich die Stadt Graz das ambitionierte Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu werden. Der Grazer Klima-Pakt bündelt unter dem Slogan #bindabei seit 2024 die Kräfte zahlreicher Organisationen und Unternehmen, die gemeinsam Verantwortung übernehmen wollen. Jugend am Werk zählt zu den ersten Unterzeichner*innen. „Mit unserer Teilnahme am Grazer Klima-Pakt zeigen wir Solidarität und machen Mut“, so Sandra Schimmler, Geschäftsführung von Jugend am Werk. „Mut, selbst aktiv zu werden, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam an einer lebenswerten Zukunft zu arbeiten.“ Denn Vielfalt wirkt, auch im Klimaschutz.
Nachwirken
Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur, Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen, sondern auch für gesellschafts- und arbeitsmarktpolitische Themen. „Mit all unseren Angeboten, Dienstleistungen und Projekten fördern wir eine inklusive Gesellschaft“, so Schimmler. „Jeder Mensch soll die Möglichkeit haben, sein volles Potenzial auszuschöpfen.“
Beispielgebend
Auf den folgenden Seiten berichten zwei erfolgreiche Beispiele, wie Jugend am Werk sozialen und ökologischen Mehrwert miteinander verbindet:Die Kooperation mit dem Pferdehof Römerweg feiert zehnjähriges Bestehen und aus einer anfänglichen Vereinbarung entstand über die Sonderleistung inArbeit ein reguläres Dienstverhältnis. Patrick M. erhält somit ein echtes Gehalt statt einem Taschengeld und ist seit zehn Jahren fixer und unverzichtbarer Bestandteil des Teams.
Im incafé Mürzzuschlag zeigt sich Nachhaltigkeit von vielen Seiten: Auf der Tageskarte finden sich vorwiegend vegetarische Gerichte mit Produkten regionaler Lieferanten. In der Küche sammeln Jugendliche aus der Überbetrieblichen Lehrausbildung praxisnahe Erfahrungen, während Menschen mit Behinderung im Rahmen von Arbeit und Beschäftigung ihre Fähigkeiten im Service erproben. Das gemeinnützige Café ist dadurch für Mitarbeitende, Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Kundinnen und Kunden sowie für hungrige Gäste gleichermaßen ein Ort der Begegnung und der Inklusion.